#14 Up Side Down

Seit Beginn dieses Jahres laufe ich regelmäßig. Der Anlass war zwar tatsächlich, dass ich fit bleiben wollte trotz ausgefallener Tanztrainings. Jedoch ist für mich Laufen in erster Linie einfach eine wunderbare Bewegung, eine zutiefst menschliche. Ich mag das Rennen als Praxis, als Konversation mit meinem Körper. Wie möchte mein Körper rennen? Was sind die Herausforderungen, Strategien, Möglichkeiten, Lösungen? Wie kommunizieren die verschiedenen Körperteile miteinander, und was hat es mit dem Atem zu tun? Wie findet mein Körper Flow, Freude, Freiheit?

Es gibt unendlich vieles zu sagen und zu lesen über das Joggen. Dazu werde ich hier nicht ausführen. Nur so viel: Mich inspiriert einerseits das Chi Running, bei dem es darum geht, sich einen lockeren und natürlichen Laufstil anzueignen, der von einer starken Körpermitte und einem entspannten restlichen Körper angetrieben wird. Andererseits finde ich die Differenzierung zwischen der “Gazelle” vs “Glider” sehr hilfreich. Ich bin eindeutig Gazelle. Und du?

Was passiert also, wenn ich das Joggen in das Studio nehme? Ich habe zwei 40 – minütige Versuche gestartet. Die Herausforderung war, dass das Studio sehr klein ist. Eine weitere Recherche würde ich wohl nach Aussen verlegen. Dabei herausgekommen sind trotzdem ein paar erste Spielereien sowie die Eröffnung eines Riesen Spielfelds! Ich würde gerne einmal eine Choreographie machen, die nur aus Rennen besteht. Mit zwei Tänzerinnen. Darauf freue ich mich jetzt schon.

Besonders spannend finde ich bei den Videos, was man sieht über das Rennen, wenn man es “upside down” betrachtet. Es erhält so eine Schwerelosigkeit, eine Anti – Gravität. Chris sagt dazu wieder mal etwas Gescheites: “Die Frage ist, ob diese umgekehrte Perspektive nur eine Illusion ist? Oder steckt in unserem Rennen tatsächlich diese Schwerelosigkeit, dieser Auftrieb?”

# 13 Thirty Minutes

Für die gemeinsame challenge “30 Minuten für ein Mini-Projektli” für die interdisziplinäre Kunstrunde dieser Woche habe ich vier Herangehensweisen ausprobiert. 

Erster Versuch

Der Plan: in 30 Min ein kleines Tanz Video. 

5’ Kameraeinstellung auswählen

10’ 5 Bewegungen finden

5’ Bewegungen zu einer Mini Choreo zusammenfügen

5’ Videos auswerten

5’ Video schneiden

Ergebnis: Ich brauchte nur schon 45’ um die Kamera Einstellung zu finden, Kostüm Entscheidungen zu fällen, und Bewegungsrepertoire zu finden, das mir interessantes Material liefern könnten. Die Choreo war noch nicht da, der Film auch nicht und die Videoaufnahmen gefielen mir nicht  – es war zu posiert. Es war ein Riesen Zeitstress, aber sehr aufschlussreich. Mir gefiel diese Zielstrebigkeit in mir. Ich bin jedoch leider überhaupt nicht trainiert im schnellen Choreographieren und würde dies gerne lernen.

Zweiter Versuch

Hier ging ich ungefähr so vor, wie ich meistens arbeite. Ich nahm mir 75 Minuten Zeit für ein Warm Up und fing erst dann an zu filmen. Während 30 Minuten habe ich dann abwechslungsweise gefilmt und ausgewertet, hatte danach also ca 15 Minuten Videomaterial. 

Ergebnis: von 30 Minuten Miniprojektli keine Rede. 

Dritter Versuch

Ich stellte mir eine Aufgabe, die ich während 30 Minuten zu erfüllen hatte und liess eine Audioaufnahme, in denen ich verschiedene Körperteile (Becken, rechter Fuss, Unterkiefer, linker Daumen etc.) aufzähle spielen, während ich mich bewegte. Task: Möglichst viele Bewegungen finden, die von dem genannten Körperteil initiiert werden. 

Ergebnis: Ich bräuchte länger für eine interessante Umsetzung davon…aber hier mal ein Anfang (das Video schneiden hat natürlich separate Minuten gebraucht):

Vierter Versuch

15 Minuten lang verschiedene Gangarten finden für einen Wegabschnitt im Garten unseres Ferienchalet, welches wir für drei Tage in Wengen gebucht hatten.

Ergebnis: Es hat Spass gemacht!

# 12 Block_Unblock

Für die interdisziplinären Kunstrunde (siehe kunstimcoworking.ch) dieser Woche gab es das gemeinsame Thema „Block“. Bei mir kam dazu „en bloc“, „to block“, „to unblock“, „block by block“ und „blocking“. Letzteres ist eine Animationstechnik, in der Schlüssel-Posen erstellt werden für bestimmte Szenen oder Einstellungen und ist oft der erste Schritt für den pose-to-pose Animationsstil.

Nun hatte ich endlich einen guten Anlass, mich in freudige Versuche von stopmotion – Videos zu stürzen. Erst mit Objekten, dann mit meinem eigenen Körper. In meinem Bewegungstraining folgte ich immer noch der Frage, wie ich mich nahe am Boden mit Kraft und Geschmeidigkeit, Stabilität und Release gleichzeitig bewegen kann. Speziell im Fokus war für mich neu, wie der Atem und ein entspanntes Zwerchfell (unblocking the diaphragm) mich dabei unterstützen kann.

#11 Ecstasy and Form

Die letzten drei Wochen habe ich weitergearbeitet mit Ansätzen aus der Ido Portal und Animal Flow Methode (siehe #10 Animal Flow) , habe jedoch vermehrt Ansätze aus dem zeitgenössischen Tanztraining mit einfliessen lassen. Mich interessiert, wie ich diese muskulären, kontrollierten, fokussierten Workout Bewegungen mit Release Technik, Schwerkraft und fluider Bewegungsqualität paaren kann.

Im Tanz findet man oft entweder einen sehr formorientierten Ansatz. Im Ballet, im Tango oder auch im klassisch indischen Tanz hatte ich noch gelernt, dass man in jedem Augenblick ein Foto machen könnte, und es gut aussehen sollte. Im Gegensatz dazu stehen Ansätze, die eine Art Trance anstreben, etwa an Rave Parties, in der Trance Dance oder teilweise in der Gaga Methode von dem israelischen Choreograph Ohad Naharin. Das Antidote zu Kontrolle und Form ist also etwas Fliessendes, Ekstatisches. Was, wenn diese beiden Ansätze nicht im Gegensatz zueinander stehen, sondern beides vereint ist? Das ist der Sweetspot, den ich im Tanz so sehr liebe und den wir in den Tanztrainings von Chris Lechner suchen.

Hier geht’s zu den Videos:

#10 Animal Flow

Als Reaktion auf die ausfallenden Tanztrainings, Proben und Performances habe ich mir für dieses Jahr ein regelmässiges Workout vorgenommen. Dieses besteht abwechslungsweise aus einem aufbauenden Intervall Joggen und aus Animal Flow Übungen, die wiederum Teil des Repertoires von Ido Portal sind. 

Ido Portal ist Star- Coach und gehypter Bewegungs-Guru der Fitnesswelt. Seine Methode ist eine körperliche Fitness-Praxis, die das eigene Körpergewicht und die eigenen Bewegungen nutzt statt externe Gewichte und Maschinen, um Kraft, Beweglichkeit und Flexibilität zu entwickeln. Der Ansatz ist von Ido Portals langjährigen Capoeira Praxis geprägt, schöpft jedoch aus allen möglichen Bewegungslehren, von unterschiedlichen Kampfsportarten über Akrobatik, Yoga, Parkour bis hin zu Tanz.  Bekannt wurde Ido Portal 2015, als er den Mixed-Martial-Arts-Fighter Conor McGregor, mittlerweile ein Weltstar, auf dessen WM-Kampf im Federgewicht vorbereitete. Er ließ ihn wie eine Eidechse über Mattenböden kriechen und Spielkarten im Flug auffangen. McGregor gewann seinen Kampf durch K. o. nach 13 Sekunden in der ersten Runde. Wer wissen will, was man von Affen und Kindern lernen kann, und warum Neugier der bessere Leitfaden für das Leben ist als Spass, sollte dieses Interview mit Ido Portal lesen.

Seit über einem Monat bin ich nun schon dran – zu meiner grossen Freude seit einer Woche nicht mehr alleine, sondern zusammen mit meiner Tanzpartnerin Nadine Lüthi. Der Ansatz von Animal Flow knüpft nämlich direkt an unser letztes Stück an (siehe #8 Out of water). Dort gingen wir davon aus, dass der Mensch evolutionär betrachtet noch nicht wirklich in seinem Zweifüssler – Dasein angekommen ist. Auch in der Fortsetzung unserer Recherche möchten wir weiterhin die menschliche Fortbewegung hinterfragen, neu denken, neu verstehen.

Im Animal Flow geht man davon aus, dass das Erlernen und Praktizieren von vielfältigen, quadropedalen Bewegungsmustern der Schlüssel zu Vitalität und Wohlbefinden sei. Der Mensch, vom Vierfüssler abstammend, hat eine künstliche Umgebung kreiert ohne jeglichen Aufforderungscharakter, in der er weder klettern, springen, kriechen, hangeln oder überwinden muss. Dadurch vernachlässigen wir unsere Biomechanik und das, wofür unser Körper ursprünglich konzipiert wurde. Cameron Shayne, Begründer des Budokon Yoga, sagt, dass wir Menschen anatomisch gesehen immer noch im Entwicklungsprozess sind, in diesem Übergang vom Vierfüssler zum Homo erectus. Weil unser Becken und die Wirbelsäule sich anders ausrichten müssen für die aufrechte Haltung, sind alle beteiligten Muskeln und Faszien unter grossem Stress. Wenn wir eine Vierfüssler Haltung einnehmen und uns darin fortbewegen, kann sich vieles wieder entspannen und integrieren. Der Ober- und Unterkörper lernen, sich gegenseitig auszubalancieren (aus dem Englischen übersetzt aus Quadrupedal Animal Locomotion Documentary

Um also unsere angeborenen Bewegungsfähigkeiten und menschliche Bewegungsintelligenz wieder zu aktivieren und aus uns heraus zu kitzeln, bietet Animal Flow (auch Animal Movement oder Animal Walk) eine grosse, zum Teil lustige Übungsvielfalt, die in verschiedenen Sequenzen hintereinander durchführbar sind. Nur um eines klar zu stellen: Die Übungen sind sau – anstrengend!

Nadine und ich sind also fleissig durch Schnee, Eis und Schlamm gerobbt, gekrochen, gerollt und gehüpft. Die Überraschung kam, als wir das erste Mal nach langer Zeit wiedermal in ein richtiges Tanzstudio gingen und das Workout für diesen Blog filmen wollten. Die andere Logik vom im-Körper-Sein, die Liebe für den Tanz, die das Studio in uns erweckt! Es war wie ein Nach Hause kommen. Durch die Ausrichtung im Raum, Platzierung der Kamera, die helle Kleidung, um vom schwarzen Tanzboden abzuheben – sahen wir plötzlich nicht mehr nur Workout – Übungen, sondern Bewegungsmaterial, welches zu einem Stück Tanz führen könnte.

Hier geht’s zu den Videos:

#9 Alien out of water

Ein paar Tage nachdem wir „out of water“ am Beta Festival letzten Herbst gezeigt hatten (siehe #8 Out of water) erhielten Nadine und ich die Gelegenheit dasselbe Bewegungsmaterial in einer riesigen, leerstehenden Gewerbehalle auszuprobieren und zu filmen. Ursprünglich wollten wir dort performen, jedoch machte uns COVID19 einen Strich durch die Rechnung.

Im Hinblick auf die Wiederaufnahme unserer Recherche ab nächster Woche, habe ich auch dieses Filmmaterial zusammengeschnitten. Es ist das Bewegungsmaterial aus dem Stück „out of water“ – in einer komplett anderen Umgebung. Dadurch, dass es nicht mehr um den Blick des Publikums durch das Fenster in ein Quartier geht, kommt unsere Bewegungsrecherche, der Tanz, mehr zum Vorschein.

Hier geht’s zum Video:

#8 Out of water

Ab nächster Woche setze ich die Zusammenarbeit mit meiner Tanzpartnerin Nadine Lüthi fort, mit der ich am BeTa Stage Festival im letzten Herbst aufgetreten bin. Dies ist der Anlass, dass ich mir endlich die Zeit genommen habe, unsere Aufnahmen von der Performance zu ordnen und einen Zusammenschnitt zu machen.

Out of water war ein Auszug einer Recherche von uns beiden, in der wir eine fluide, Bewegungssprache basierend auf der Schwerkraft erforschten. Wir interessierten uns für den Akt des Gehens, Stehens und Strauchelns. Dabei gaben wir uns den Auftrag, dass der Unter – und Oberkörper unterschiedliche, widersprüchliche Aufgaben ausführen und doch durch eine weiche, wellende Wirbelsäule verbunden sind.

„Aus dem Wasser geboren – landet der Mensch in der Vertikale auf dem Boden der Welt. Selbst nach x Tausend Jahren ist er der Vertikalität nicht gewachsen und muss neu lernen, auf der Erde zu wandeln, die sich gleichzeitig erwärmt und unter seinen Füssen vertrocknet.

Die Zuschauer sitzen im Gewerberaum des Prozess und betrachten durch die Glasscheiben das Geschehen im Aussenraum. Dort befinden sich zwei Performerinnen. Als wären sie letzte Überlebende einer dystopischen Zukunft. Was ihnen noch bleibt, ist ihr Körper. Der Akt des Gehens wird zu einem fluiden Spiel, zu einem Akt des Widerstands. Schritt für Schritt stolpern sie einer ungewissen Zukunft entgegen.“

Gleichzeitig fand im Inneren des Raumes ein Live Konzert statt mit experimentell-elektronischer Musik von Pascal Lüthi. Die Performance stand in Kontrast zur gleichzeitig stattfindenden Normalität des Alltags in dem Quartier. Die Zufälligkeiten und Störungen waren Teil der Performance und erlaubten dem Zuschauer eine neu zusammengesetzte Perspektive auf die Alltagswirklichkeit dieses typisch schweizerischen Quartiers.

#7 Blaupause

Letzten Donnerstag haben wir die Raster Projektion ruhen lassen und eine neue ausprobiert: eine Zahlenmatrix Projektion. In kurzer Zeit haben wir erstaunlich viele Aufnahmen gemacht, da uns die Bilder sofort faszinierten. Unsere lebenden und fühlenden Körper bildeten einen krassen Kontrast zu der abstrakten Anordnung von Zahlenwerten, die an uns hinab wanderten. Joana hat ein Video dazu geschnitten:

Chris Lechner, Tänzer und Choreograph – mein Mann – fand das Video ebenso aufregend wie ich und ich fragte ihn, was er darin sieht. Er sagte ungefähr folgendes: 

Wir haben uns wohl alle im Film Matrix in den grünen Matrix Regen verliebt – diesen Kontrast von Zahlen und Codes und deren hypnotisierende Bewegung in Perlen, Regen, Strömen. Analog dazu setzen wir Tänzer_innen dem mechanistischen Verständnis des Körpers, in dem alles fest und gesetzt ist entgegen, dass das Leben, der Körper nichts als ein Strom von Bewegung ist. Alles ist immer voller Bewegungen. Für einen Moment sieht man sie, weil der Körper sie gezeichnet hat, sie aufgefangen hat. Selbst die scheinbare Stille des Körpers wird durch den Einsatz von Licht in etwas Morphendes, Flüchtiges verwandelt. Die Dunkelheit und die Projektion offerieren einen Filter, einen Aspekt, durch den man Bewegung, den Körper, sehen kann.

Auf den Begriff Blaupause stiess ich, als ich recherchierte zum Thema Matrix und Körper. In dem Zusammenhang bedeutet Blaupause so etwas wie unsere göttliche Matrix. Blaupause ist aber auch die deutsche Übersetzung für blueprint, was heute oft im Sinne von Vorlage / Entwurf/ Konzept verwendet wird. Der Begriff gefällt mir sehr und kommt auf meine Liste für coole Titel.

#6 Interviewed by Anicia

„Beim Tanz ist es oft so, dass die Leute wissen möchten, was es bedeutet hat. Was war das Narrative daran, die Bedeutungsebene? Ich liebe Formate, wo Leute aufgefordert sind, sich ihre eigene Bedeutung zusammenzustellen. Ich möchte ihnen nicht meine Imagination unter die Nase reiben, sondern sie sollen angeregt werden für ihre eigene Imagination. „
Dies ist ein Auszug aus dem Interview, welches Anicia Kohler kürzlich mit mir geführt hat im Effinger Coworking Space.

Anicia hat die Gabe, relevante Fragen zu stellen und so gut zuzuhören, dass ich mich im Gespräch mit ihr verstanden fühlte und gleichzeitig gefordert – auf die beste Art. Sie ist für mich auch auf vielen Ebenen inspirierend, sowohl als Persönlichkeit als auch als Künstlerin. Das Format ihrer wöchentlichen Vignetten war das erste von vielem, was mich bisher schon begeistert hat an ihr.

Hier kommt man zum gesamten Interview und zu der von ihr komponierten Vignette „Sunita’s Piece“, welches sie komponiert hat. Ausgangspunkt ihrer Komposition war eine kleine Aufnahme von meinem Gesang, den ich ihr geschickt hatte:

https://www.aniciakohler.ch/2020/12/10/26-sunita-s-piece/

#5 Digital Twin / Part 2

Letzte Woche haben Joana und ich tagsüber weiter gearbeitet an den acht Bewegungsqualitäten von Laban (siehe #3 five movements) und wir haben erste Aufnahmen gemacht für das gemeinsame Thema des „Kunstzmittag“ (siehe #4 kunst im coworking)  von nächster Woche.

Nachts haben wir mit der Projektion weitergearbeitet. Wir haben eine neue Einstellung gefunden, die mich fasziniert. Die Projektion ist nun nur noch auf dem Körper sichtbar, der Raum bleibt im Dunklen. Ich kann wählen, was ich als Performerin von mir zeige, welchen Aspekt der Bewegung ich enthülle, welchen ich verberge. Es ist eine Installation von Licht und Körper in einer Art Blackbox. Wenn das Deckenlicht angeht, und Joana’s ganzer Körper und ihre gesamte Bewegung für einen kurzen Augenblick sichtbar wird, wird im nächsten Moment der Dunkelheit klar, was die Projektion mir als Zuschauerin aufzeigt über die Bewegung. Oder was mir verborgen bleibt, wenn ich „alles“ sehe.

Beim Zusammenschneiden der Aufnahmen fällt mir auf, dass das Video nun keine geradlinige Fortsetzung des “digitalen Zwillings” ist, wie vielleicht erhofft. Wir sind immer noch in der Phase von “Material sammeln”, und das Thema wohl eher am um – und einkreisen. Und das ist auch richtig so. Sonst sind wir irgendwann ein langweiliges Drehbuch am schreiben, in dem das Material zu früh einer Idee untergeordnet wird.

Übrigens: Auf der Suche nach einem Song für meinen digitalen Zwilling habe ich erstens den Song “creep” von Radiohead und zweitens die Möglichkeiten von künstlichen Stimmen durch Auto-Tune wiederentdeckt. Nun spiele ich seit einigen Tagen ganz verzückt mit der App Voloco rum und singe die abartigsten Versionen von “creep”. Vielleicht erfülle ich mir ja bald einen lang – lang – langjährigen Traum von mir: Den Soundtrack zu einem Tanzstück von mir selber erstellen….

Hier ein paar Bilder von Joana zu unserer Recherche: